Kaufnebenkosten Bremen 2026: Grunderwerbsteuer, Notar und Makler
Wer eine Immobilie kauft, muss mehr einplanen als den reinen Kaufpreis: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und oft die Maklerprovision kommen obendrauf. In Bremen summieren sich diese Kaufnebenkosten auf rund zehn Prozent. Dieser Ratgeber schlüsselt alle Posten auf – für Bremen und das niedersächsische Umland – und zeigt an einem Beispiel, was wirklich zusammenkommt.
Auf einen Blick
Kaufnebenkosten Bremen im Überblick
Die Kaufnebenkosten bestehen aus drei bis vier Posten. In Bremen kommen Sie 2026 auf insgesamt rund neun bis zwölf Prozent des Kaufpreises – je nachdem, ob ein Makler beteiligt ist.
| Posten | Höhe Bremen | Wer zahlt |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 5,5 % | Käufer |
| Notar | ca. 1,0 – 1,5 % | Käufer |
| Grundbuch | ca. 0,5 % | Käufer |
| Maklerprovision | ca. 2,975 % | geteilt |
Diese Posten trägt überwiegend der Käufer. Die Maklerprovision teilen sich Käufer und Verkäufer seit 2020 in der Regel.
Grunderwerbsteuer in Bremen und Niedersachsen
Der größte Einzelposten ist die Grunderwerbsteuer. Sie ist Ländersache und unterscheidet sich je nach Bundesland:
- Bremen: 5,5 Prozent – seit dem 1. Juli 2025 (zuvor 5,0 Prozent)
- Niedersachsen: 5,0 Prozent – stabil seit 2014
Für Käufer im Bremer Umland – etwa in Stuhr, Weyhe, Achim oder Lilienthal (alle Niedersachsen) – ist die Grunderwerbsteuer mit 5,0 Prozent also etwas niedriger als in der Stadt Bremen. Die Steuer wird nach dem Notartermin fällig; erst nach ihrer Zahlung erteilt das Finanzamt die für die Eigentumsumschreibung nötige Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Notar- und Grundbuchkosten
Der Immobilienkauf muss in Deutschland notariell beurkundet werden – das ist Pflicht. Notar und Grundbuchamt rechnen nach gesetzlichen Gebührentabellen ab, die sich am Kaufpreis orientieren. Zusammen liegen sie meist bei rund 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises.
- Notarkosten: ca. 1,0 bis 1,5 Prozent (Beurkundung, Abwicklung)
- Grundbuchkosten: ca. 0,5 Prozent (Eigentumsumschreibung, Grundschuld)
Diese Kosten trägt in der Regel der Käufer. Sie fallen unabhängig davon an, ob ein Makler beteiligt ist.
Rechenbeispiel: Kaufnebenkosten in Bremen
So sehen die Kaufnebenkosten für eine Immobilie mit 400.000 Euro Kaufpreis in Bremen konkret aus:
| Posten | Prozent | Betrag |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 5,5 % | 22.000 € |
| Notar & Grundbuch | ca. 1,8 % | 7.200 € |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 2,975 % | 11.900 € |
| Summe | ca. 10,3 % | ca. 41.100 € |
Kaufnebenkosten einplanen und optimieren
Kalkulieren Sie die Kaufnebenkosten von Anfang an in Ihr Budget ein – sie sind ein wesentlicher Teil der Gesamtkosten. Ein paar Ansätze helfen beim Optimieren:
- Bewegliches Inventar (Einbauküche, Möbel) separat ausweisen – es unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer
- Umland in Niedersachsen prüfen: 5,0 statt 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer
- Maklerprovision und Leistungen vergleichen
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Immobilienmakler BremenHäufige Fragen zu Kaufnebenkosten in Bremen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Bremen?
In Bremen liegen die Kaufnebenkosten 2026 bei rund neun bis zwölf Prozent des Kaufpreises: 5,5 Prozent Grunderwerbsteuer, etwa 1,5 bis 2 Prozent Notar und Grundbuch sowie die anteilige Maklerprovision.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bremen?
Die Grunderwerbsteuer in Bremen beträgt seit dem 1. Juli 2025 5,5 Prozent des Kaufpreises (zuvor 5,0 Prozent). Im niedersächsischen Umland sind es 5,0 Prozent.
Wer zahlt die Kaufnebenkosten?
Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten trägt in der Regel der Käufer. Die Maklerprovision teilen sich Käufer und Verkäufer seit Dezember 2020 bei Wohnungen und Einfamilienhäusern meist je zur Hälfte.
Kann ich Kaufnebenkosten mitfinanzieren?
Banken finanzieren die Kaufnebenkosten meist nicht mit – sie sollten aus Eigenkapital gedeckt sein. Eine Vollfinanzierung inklusive Nebenkosten ist möglich, aber teurer und nicht bei jeder Bank verfügbar.
Wie kann ich Kaufnebenkosten senken?
Bewegliches Inventar wie eine Einbauküche lässt sich separat ausweisen und unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer. Im niedersächsischen Umland ist die Grunderwerbsteuer niedriger, und die Maklerprovision lässt sich vergleichen.
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